Heute bekommst du von mir ein leckeres Süppchen serviert. Und zwar eine orientalische Linsensuppe mit Paprika, Tomaten & Ingwer um genau zu sein.
Aber diese Suppe hat nichts mit dem grau-braunen Linseneintopf zu tun, in dem meist noch eine dicke Speckschwarte schwimmt, den du vielleicht noch von deinen Großeltern kennst. Oh nein, keine Angst! Denn Linsen kann man auch ganz anders zubereiten. 🧡
Ich habe mich ein wenig von indischen Dals (gerne auch Dhals oder Daals geschrieben) inspirieren lassen und diese fruchtige, leichte und aromatische Linsensuppe kreiert. Sie hat nicht nur eine tolle leuchtende Farbe, sondern steckt auch voller guter Zutaten und frischem Gemüse.
Linsen haben eine sehr hohe Nährstoffdichte und liefern außerdem wertvolles pflanzliches Eiweiß. Paprika & Tomaten bringen Vitamine und Mineralstoffe in die Suppe. Vor allem stecken sie voller Vitamin C und B-Vitamine sowie Kalium, Magnesium, Zink & Calcium. Und die Tomaten steuern obendrein noch Lycopin bei, dass durch das Erhitzen noch besser vom Körper aufgenommen werden kann. Lycopin ist ein sekundärer Pflanzenstoff mit antioxdativen Eigenschaften, der u.a. sehr gut für die Haut ist und ihre Widerstandskraft stärkt. Die Gewürze sorgen für ein orientalisches Aroma und regen ganz nebenbei auch noch die Verdauung an.
Genau die richtige Suppe für kalte Herbsttage also. Von denen gibt es ja momentan eine ganze Menge. 🍁🌬
Am besten weichst du die Linsen mindestens eine Stunde (oder auch über Nacht) in reichlich Wasser ein. Diesen kleinen extra Aufwand solltest du dir wirklich gönnen, denn durch das Einweichen wird die Phytinsäure in den Linsen reduziert. Das ist wichtig, weil Phytinsäure sonst Mineralstoffe wie Calcium, Magnesium oder Eisen in Magen und Darm an sich bindet und diese dem Körper dann nicht mehr zur Verfügung stehen. Man bezeichnet sie deshalb auch als Antinährstoff.
Außerdem werden Linsen durch das Einweichen generell bekömmlicher und das Risiko von Blähungen wird reduziert. 😉 Das Einweichwasser schüttest du am besten weg und spülst die Linsen vor dem Kochen noch einmal gut ab. Dann steht einer bekömmlichen, gesunden & leckeren Suppenschlemmerei nichts mehr im Wege.
Also, worauf wartest du noch? Für eine Schüssel voll duftender & wärmender Linsensuppe ist im November (oder eigentlich auch den ganzen Winter über) doch immer der richtige Zeitpunkt. Gib vor dem Servieren noch einen Klecks Kokosjoghurt auf die Suppe und streu meinen knusprig gerösteten Kernemix darüber. Lecker!
Lass es dir schmecken 🧡✨🍅 xo, Romy
- 160 g rote Linsen
- 1 EL Kokosöl
- 1 Zwiebel, gewürfelt
- 2 Knoblauchzehen, gewürfelt
- 5 cm frischer Ingwer, geschält & gewürfelt
- 2 TL Ceylon Zimt
- 1/2 TL Kurkuma
- 1/2 TL Koriander
- 1/4 TL Pfeffer
- 3 kleine Karotten, in Scheiben
- 500 g Kirschtomaten, halbiert
- 2 Paprikaschoten, entkernt & geschnitten
- 750 ml Gemüsebrühe
- 1 EL Kokosblütenzucker*
- 1 EL Hefeflocken
- 2 EL Mandelmus
- 1 Prise Salz
- Kokosjoghurt
- geröstete Kerne
Weiche die Linsen in 1/2 Liter Wasser ein und lass sie ca. 1 Stunde stehen.
(Noch besser ist es, du weichst sie bereits am Vorabend ein und lässt sie über Nacht stehen.)
Erhitze das Kokosöl in einem großen Topf über mittlerer Hitze und gib Zwiebel-, Knoblauch- & Ingwerwürfel hinein. Lass alles unter Rühren ein paar Minuten anschwitzen und gib dann die Gewürze dazu. Rühr solange weiter, bis alles anfängt intensiv zu duften.
Füge die Tomaten hinzu und lass sie ein paar Minuten köcheln und weich werden.
Spül die Linsen in einem Sieb ab und gib sie zusammen mit den Karotten und Paprika in den Topf. Lösch alles mit der Gemüsebrühe ab, rühr gut um und lass die Suppe für 30 Minuten köcheln.
Nimm den Topf vom Herd und pürier die Suppe mit einem Pürierstab gut durch.
Gib bei Bedarf den Kokosblütenzucker dazu und zum Schluss noch Hefeflocken und Mandelmus. Gegebenenfalls mit Salz abschmecken und genießen.
1 comment
Hallo,
vielen Dank, für das Rezept. 🙂
Ich habe es bei meiner Birthdayfeier gekocht und es kam super an. Allerdings hatte ich den Schritt mit dem Pürieren übersehen, sodass es mehr ein Eintopf war, aber, auch das hat mega lecker geschmeckt. Werde es bestimmt mal wieder machen und dann mit pürieren. 😉 🙂
Viele Grüße,
Yvonne
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